Der moderne Rauchgasanalysator ist ein elektronisches Gerät zur Überwachung von den toxischen Emissionen und Wirkungsgrad von Feuerungsanlagen. Der Rauchgasanalysator misst die Gastemperatur im Kamin und die Ansauglufttemperatur. Aus diesen Faktoren mit der Sauerstoffkonzentration können Wirkungsgrad, Verbrennungsverluste, Luftüberschuss und andere Verbrennungsparameter berechnet werden. Diese Parameter können dann am Bildschirm vom Rauchgasanalysator gelesen werden, und die Änderungen nach Einstellarbeiten sofort abgelesen werden.
Frühere Geräte arbeiteten mit Chemikalien als Nachweis von der Konzentration eines Schadstoffs, jedoch waren diese Methoden sehr ungenau, und die Chemikalien waren teilweise sehr gefährlich in der Handhabung. Der feuerungstechnische Wirkungsgrad verlangte die Messung der 2 Temperaturen, Berechnung der Temperaturdifferenz dann anschließend mühsames Ablesen von einer Skala. Diese Arbeitsweise war natürlich sehr zeitintensiv und nicht besonders genau.
Heute bekommt man die Ergebnisse innerhalb von 5 Minuten in allen Varianten, mit Volumenkonzentration und Massenkonzentration. Diese Rauchgasanalysatoren kommen in verschiedenen Ausführungen für unterschiedliche Zwecke, aber all messen Umgebungs- und Gastemperatur mit Sauerstoffgehalt. Die meisten Rauchgasanalysatoren können dazu Kohlenmonoxid messen, da dieser Schadstoff in fast allen Ländern gesetzlich begrenzt wird.
Der Rauchgasanalysator verwendet meistens elektrochemische Sensoren, um die Gaskonzentrationen zu messen. Diese Sensoren arbeiten wie eine Batterie. Technisch gesehen ist der elektrochemischer Sensor eine Kombination aus Referenzelektrode und Messelektrode, die Differenz der unterschiedlichen Potentiale der Elektroden in den Lösungen kann als elektrische Spannung (z. B. in mV) gemessen werden. Der Rauchgasanalysator misst diese Spannungen und berechnet daraus eine Gaskonzentration. Die Konzentrationen werden dann am Bildschirm gezeigt oder weiter umgerechnet als Massenkonzentration. Ein typischer Rauchgasanalysator hat eine interne Pumpe, um Gas aus dem Kamin zu ziehen. Ein oder mehrere Filter sind dann vor der Pumpe und Messzellen geschaltet, um Verunreinigungen fern zu halten. Ein Rauchgasanalysator wird für alle behördlichen Prüfungen der Feuerungsanlagen verwendet, und ist auch unerlässlich bei der Einstellung moderner Brenner. Zweck dieser Überprüfungen ist nicht nur die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, sondern auch die Einstellung des wirtschaftlichsten Wirkungsgrad, was natürlich auch Brennstoffkosten spart. Der Rauchgasanalysator ist die einzige Methode, diese Ziele zu erreichen. Durch Einsparungen von Brennstoffkosten können Großanlagen oft relativ schnell den Kaufpreis für einen einfachen Rauchgasanalysator amortisieren. Große Rauchgasanalysatoren werden jetzt auch mit Infrarot-Sensoren ausgestattet, die eine genaue Messung von CO2 und CH4 erlauben. Mit solchen Geräten können die im Kyoto-Protokoll festgesetzten Grenzwerte überwacht werden, und vielleicht bei eine Reduzierung der Kohlendioxidwerte ein Handel mit anderen, weniger wirtschaftlichen Firmen gemacht werden. Der Rauchgasanalysator ist nur ein Werkzeug, aber richtig eingesetzt, kann er uns zu erheblichen Ersparnissen helfen, von den Vorteile für die Umwelt ganz zu schweigen.